Informationsplicht gemäss Art. 45 VAG

Allgemein
Der Bundesrat hat das revidierte Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG), die dazu gehörige Verordnung (AVO) und die Aufsichtsverordnung des Bundesamtes für Privatversicherungen (BPV) auf den 1. Januar 2006 in Kraft gesetzt. Neu stehen Versicherungsvermittler unter staatlicher Aufsicht. Diese wird durch das BPV in Bern wahrgenommen. Der Art. 40 VAG definiert einen Versicherungsvermittler als Person, die im Interesse von Versicherungsunternehmen oder anderen Personen Versicherungsverträge anbietet bzw. abschliesst. Darunter fallen Makler, Broker, neutrale Versicherungsberater ebenso wie der Aussendienst der Versicherungsgesellschaften.

Informationspflicht
Neu unterliegen alle Versicherungsvermittler den Informationspflichten nach Art. 45 VAG. Als Versicherungsbroker müssen wir den Kunden bei erster Kontaktaufnahme mindestens über das Folgende informieren:

Identität und Adresse
Die InvestSuisse AG ist eine Aktiengesellschaft. Die Register-Nummer beim Bundesamt für Privatversicherung lautet 10026. Der Firmensitz befindet sich neu ab 01.04.13 an der Dreikönigstrasse 34 in 8002 Zürich.

Zusammenarbeit/Vertragsbeziehung mit den Versicherungsunternehmen
Die InvestSuisse AG ist im Sinne der Schweizer Versicherungsaufsichtsgesetzgebung weder rechtlich noch wirtschaftlich und auf andere Weise an ein Versicherungsunternehmen gebunden. Die InvestSuisse AG verfügt über Zusammenarbeitsvereinbarungen mit den meisten in der Schweiz lizenzierten Versicherern (inkl. Krankenkassen und registrierte Gemeinschafts-/Sammelstiftungen).

Meldestelle für den Haftungsfall
Unsere Aufträge erledigen wir nach bestem Wissen und mit der grösstmöglichen Sorgfalt. Bei Beschwerden im Zusammenhang mit Nachlässigkeit, Fehlern oder unrichtigen Auskünfte im Rahmen der Vermittlertätigkeit sind die Herrn J.R. Ernst oder T. Amrein unter juerg.ernst@investsuisse.ch oder thomas.amrein@investsuisse.ch zu kontaktieren.

Vermögenschaden Haftpflichtdeckung
Es besteht eine Haftpflichtversicherung bei der AXA Winterthur welche für Personen und Sachschäden eine Garantiesumme von CHF 5‘000‘000 und für Vermögensschäden eine Garantiesumme von CHF 3‘000‘000 aufweist.

Bearbeitung der Personendaten
Die InvestSuisse AG gewährleistet nach den gesetzlichen Grundlagen, dass ihre Mitarbeitenden die ihnen anvertrauten Daten gemäss den Grundsätzen des schweizerischen Rechts über den Datenschutz behandeln.

Wie werden die Personendaten bearbeitet und wie werden sie aufbewahrt?

Die Daten, die sich aus den Vertragsunterlagen und der Vertragsabwicklung ergeben, werden der betreffenden Versicherungsgesellschaft weitergeleitet. Die Versicherungsgesellschaft verwendet diese Daten insbesondere für die Bestimmung der Prämie, für die Risikoabklärung, für die Bearbeitung von Versicherungsfällen, für statistische Auswertungen sowie für Marketingzwecke. Die Daten werden physisch oder elektronisch aufbewahrt.

Die Versicherungsgesellschaft kann im erforderlichen Umfang Daten an die an der Vertragsabwicklung beteiligten Dritten im In- und Ausland, insbesondere an Mit- und Rückversicherer, sowie an in- und ausländische Gesellschaften ihrer Gruppe zur Bearbeitung weiterleiten. Bei Verdacht auf Vermögens- oder Urkundendelikte sowie im Falle, dass die Versicherungsgesellschaft wegen betrügerischer Begründung eines Versicherungsanspruches (Art. 40 VVG) vom Vertrag zurücktritt, kann eine Meldung an den Schweizerischen Versicherungsverband (SVV) zwecks Eintragung in das Zentrale Informationssystem (ZIS) erfolgen. Ferner kann die Versicherungsgesellschaft bei Amtsstellen und weiteren Dritten sachdienliche Auskünfte, zum Beispiel über den Schadenverlauf oder im Zusammenhang mit dem Vertragsabschluss, der Vertragsabwicklung oder einem allfälligen Versicherungsfall einholen. Bei Lebens-, Unfall- und Krankenversicherungen können zudem die behandelnden Ärzte, Spitäler und sonstige Drittpersonen der Versicherungsgesellschaft oder ihrem medizinischen Dienst alle im Zusammenhang mit dem Versicherungsantrag und der Vertragsabwicklung erforderlichen Auskünfte erteilen. Diese Personen sind zu diesem Zweck ausdrücklich von der Geheimhaltungspflicht entbunden. Dies gilt unabhängig vom Zustandekommen des Vertrages.

Der Versicherungsvermittler kann eine Kopie der Vertragsunterlagen bei sich behalten und von der Versicherungsgesellschaft Kundendaten – wie zum Beispiel Daten über die Vertragsabwicklung, Inkasso und Versicherungsfälle, nicht jedoch Gesundheitsdaten – erhalten.

Der Versicherungsnehmer und die versicherte Person haben das Recht, sowohl bei der Versicherungsgesellschaft als auch beim Versicherungsvermittler über die Bearbeitung der sie betreffenden Daten die gesetzlich vorgesehenen Auskünfte zu verlangen. Die Einwilligung zur Datenbearbeitung kann jederzeit widerrufen werden.