Risikomanagement

Ein umfassendes Risikomanagement-und Controlling bildet die Grundlage für eine effiziente und minimierende Risikobewältigung. Nur wer seine Risiken wirklich kennt, kann diese einschätzen und auch entsprechend der Prioritäten gewichten.

Nach einer detaillierten Aufnahme der bestehenden Versicherungs-und Risikosituation und nach der Bewertung der Risiken unter mit Einbezug der Erfahrungen der betrieblichen Organisation sowie unter Berücksichtigung der kundenspezifischen Prioritäten und der Risikobereitschaft ist die Umsetzung geeigneter Versicherungslösungen und Massnahmen erst möglich.

Das Risikomanagement betrifft die ganze betriebliche Organisation und liegt in der Verantwortung der obersten Führungsebene. Besonders im Spannungsfeld zwischen (regulatorischen) Anforderungen nach guter Unternehmensführung und den Renditeforderungen der Eigentümer respektive der Aktionäre bietet das wertorientierte Risikomanagement (ERM) ein Werkzeug, um beiden einander oft entgegengesetzten Anforderungen im Sinne des Economic Value Added gerecht zu werden.

Dabei wird als prioritär geprüft, welche Risiken vermieden respektive vermindert werden können. Erst jetzt kann das geeignete Instrument der Risikofinanzierung evaluiert werden.

Wir zeigen Ihnen dabei detailliert auf, welche Risiken lohnenswert sind, versichert zu werden. Wir helfen Ihnen Versicherungslücken kostenoptimiert abzudecken und eventuell doppelt versicherte Risiken zu eliminieren.
Mit Ihnen erarbeiten wir einen Deckungs –und tarifoptimierten Versicherungsschutz. Mit unserer langjährigen Erfahrung in der Assekuranzbranche setzen wir dann das Erarbeite für Ihr Unternehmen mit massgeschneiderte Versicherungslösungen für alle Risikobereiche gewinnbringend bei den Versicherern um.

Argumentarium für ein Risk Management (RM):

1. Was ist Risk Management?
Das RM gehört zu den nach Gesetz nicht delegierbaren Aufgaben des Verwaltungsrates (siehe gesetzliche Grundlagen).
Dabei geht es im Wesentlichen darum:

  • Identifikation der relevanten, existenzgefährdenden Risiken eines Unternehmens.
  • Bewertung der Risiken.
  • Steuerung der Risiken.
  • Überwachung / Betreuung der Risiken.
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Da es sich um eine strategische Aufgabe des Unternehmens handelt, befasst sich das RM mit einem Zukunftsorientierten Ansatz mit den Risiken eines Unternehmens. Das bedeutet, dass die Risikoanalyse sich nicht nur mit dem Aspekt einer aktuell vorhandenen Gefahr (Verlust), sondern auch mit den viel versprechenden Geschäfts-Opportunitäten für die Zukunft befasst.

Eine der grössten Gefahren eines Unternehmens ist es nämlich, die Marktentwicklung / Innovation zu verpassen, weil man Angst vor den Risiken eines neuen Geschäftsfeldes hat. Dies führt zum Verlust der Konkurrenzfähigkeit und die Unternehmung wird aus dem Markt gedrängt.
Das RM ist also zugleich sowohl ein Risiko- als auch ein Chancen-Management!

2. Wir haben schon ein IKS (Internes Kontroll-System), warum nun auch noch ein RM?
Die beiden Aufgaben sind ergänzend angesiedelt. Während sich das IKS mit den täglichen Tätigkeiten auseinandersetzt (Operationen / Finanzen) und dabei Qualität, Sicherheit und Gesetzeskonformität sicherstellt, ist das RM auf der strategischen Ebene zukunftsorientiert. Erkenntnisse und Beschlüsse des RM fliessen während der Umsetzung (Steuerung der Risiken) teilweise auch ins IKS ein. Die kontinuierliche Überwachung / Betreuung der Risiken durch das RM bildet eine ideale Brücke zum IKS.

Der ergänzende Charakter der beiden Systeme zeigt sich auch aus der Tatsache, dass sich die Revisionsstelle nach OR, im Anhang zum Geschäftsbericht, über die Durchführung einer Risikobeurteilung (Risk Management) und der Ausgestaltung des IKS als mögliche Konsequenz der Risikoprüfung äussern muss.

3. Wir kennen unsere Risiken bestens und besprechen diese auch an unseren VR-Sitzungen. Das Genügt.
Während der Vernehmlassung und Behandlung der Revision des OR in den Räten wurde Herr Bundesrat Blocher an der Sitzung des Ständerates vom 01.12.2005 von Herr Ständerat Inderkum dazu befragt.

Antwort Bundesrat Blocher:
Zitat:
„Als Angaben zur Durchführung einer Risikobeurteilung genügt ein Sitzungsdatum und die Aussage, man habe über die Risiken gesprochen, natürlich nicht: das ist zu wenig. Der Gesetzgeber erwartet eine inhaltliche Auseinandersetzung mit den Unternehmensrisiken; man kann prüfen, ob das vorhanden ist.“

4. Was, wenn wir einfach kein RM machen?
Ist kein RM vorhanden, so muss dies die Revisionsstelle (RST) in ihrem Bericht negativ erwähnen. Dies kann zu Rückstufungen im Kreditrating der Firma führen (Versicherungen / Banken). Zudem kann es im Schadenfall (Konkurs / schwere Verluste / Schäden an Umwelt etc.) zu verschärften Haftungsansprüchen gegen die Firma von Seiten der Aktionäre, Mitarbeiter und anderer Interessengruppierungen (Stakeholder) kommen. Auch strafrechtliche Konsequenzen gegen die Firma und ihrer Führungsorgane sind möglich (Bussen).

Gesetzliche Grundlagen:
Art. 663b Ziff. 12 OR regelt die Verpflichtung zur Erstellung eines Risikoberichtes. Die Revisionsstelle muss diesen formell prüfen und sich dazu im Anhang des Geschäftsberichts äussern.

  • 50 Mitarbeiter (Vollstellen im Durchschnitt)
  • 20 Mio Umsatz
  • 10 Mio Bilanzsumme

Die Beurteilung und Prüfung der Risiken gehört zu den nicht delegierbaren Aufgaben des Verwaltungsrates.
Ab 01.01.2008 ist die Durchführung eines RM für Firmen, welche der ordentlichen Revisionspflicht unterstellt sind (z.B. bei Börsenkotierung oder statutarisch geregelt) und, welche die oben erwähnten Voraussetzungen erfüllen, Pflicht.
Die RST muss das Vorhandensein des Risk Managements formell (nicht inhaltlich) prüfen (Dokumentation, Massnahmen). Für die Richtigkeit und Qualität des RM ist der VR zuständig und verantwortlich.

5. Unsere Revisionsgesellschaft bietet auch RM an.
Vorausgesetzt, dass die fachlichen Voraussetzungen vorhanden sind, bleibt immer die Frage der gebotenen Unabhängigkeit offen. Nach aussen ist die Glaubwürdigkeit eines Berichtes / einer Beurteilung immer mit Skepsis verbunden, wenn er danach quasi von der gleichen Instanz auch geprüft wird. Dies wirkt wenig glaubwürdig und schmälert die Wirkung nach Aussen beträchtlich.

6. Unsere Bank / Versicherung hat uns dies auch angeboten.
Auch hier stellt sich zu Recht die Frage der Unabhängigkeit. Ein professionelles Risk Management bezieht die Geschäftsbeziehungen und die damit verbundenen Risiken zu Dienstleistungen / Produkten von Banken und Versicherungen mit ein. Unvorteilhafte Erkenntnisse könnten zu nicht unerheblichen Interessenkonflikten führen.

7. Welchen Nutzen bieten uns das RM und die Zusammenarbeit mit Ihnen?
Ziel eines Risk Managements ist es, alle potentiell eintretenden Situationen, welche das Erreichen der gesetzten strategischen Ziele verhindern können, zu eruieren und durch gezielte Massnahmenpläne (vermeiden – transferieren – finanzieren) die Risiken kosteneffektiv zu steuern.
Wir bieten das RM in Zusammenarbeit mit unabhängigen Partnern an. Dies hat wesentliche Vorteile:

  1. Keine Interessenkonflikte zum Broker-Mandat (möglicher Verlust von Courtagen).
  2. Erprobte Methodik sowie bewährte Systematik unseres RM-Produktes.
  3. Langjährige Erfahrung in der Implementierung und Betreuung von RM-Systemen bei Unternehmen unterschiedlichster Branchen und Grössenordnungen.
  4. Breitgefächertes Beziehungs-Netz von Experten (Free-Lancer) mit spezifischem Branche-Know-how.
  5. Unbelastete Annäherung an die Aufgabe des RM (keine Betriebsblindheit).
  6. Entlastung des VR und der GL bei der Erfüllung dieser Pflichtaufgabe.
  7. Wir begleiten den RM-Prozess mit unseren RM-Spezialisten. Dies ermöglicht es uns, einen vertieften und soliden Einblick in die Risikolandschaft ihres Unternehmens zu gewinnen. Auch erfahren wir auf solider Basis wie ausgeprägt der Risikoappetit der Verantwortlichen eines Unternehmens ist. Dies gibt uns entscheidende Informationen bei der Lösung der Risiko-Finanzierung respektive der richtig proportionierten Versicherungslösungen.
  8. Wir garantieren ihnen die Erfüllung des an das RM gesetzlich geforderten Standards. Dies dürfte in nächster Zukunft durch die neue ISO-Norm 31000 (in Vorbereitung) definiert werden.

8. RM und ISO-Zertifizierung
Gerade Firmen, welche sich aufwändigen Prozessen einer ISO-Zertifizierung unterzogen haben, um auch national oder international als Geschäftspartner anerkannt zu werden, sehen sich immer häufiger mit der Frage nach dem Vorhandensein eines professionellen RM / IKS konfrontiert.

Darauf basiert oft die Einschätzung nach der Stabilität und Zuverlässigkeit des Geschäftspartners.
Die „International Organisation for Standardization“ (ISO) hat die Wichtigkeit von RM schon seit Jahren erkannt und arbeitet seit geraumer Zeit an der entsprechenden Norm – ISO 31000.

Charakteristika ISO 31000. Die kommende ISO-RM-Norm – ein Ansatz,

  1. der sowohl ein Risiko- als auch ein Chancen-Management beinhaltet.
  2. der sich auf alle Risikotypen anwenden lässt.
  3. der sich auf alle (unternehmerischen) Organisationsformen anwenden lässt, unabhängig ihres Typus, ihrer Grösse, ihrer Aktivitäten und ihres lokalen Umfeldes.
  4. der mittels des Parallelprozesses „Communicate and Consult“ auch Stakeholder-orientiert ist.
  5. der mittels des Parallelprozesses „Monitor and Review“ eine wichtige Schnittstelle zum IKS aufweist.
  6. der die Anforderungen eines Integrierten Risikomanagements einlöst.
  7. der Zukunftsorientiert ist.

Mit der Publikation der neuen ISO-Norm 31000 wird in den nächsten 12 – 24 Monaten gerechnet.
Unser RM-Programm erfüllt bereits heute sämtliche Anforderungen der geplanten ISO-Norm 31000. Somit lässt sich unser RM-Programm auch zukünftig problemlos in die Zertifizierungskonzepte der Firmen integrieren.

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